Brüllbier bleibt am Pfäffikersee
Aufatmen für Andreas Brüllmann und sein Team: Sie haben den Zuschlag für die Pacht des Imbisses am Pfäffikersee erhalten. Der Pfäffiker Gemeinderat hat im Frühling 2019 einen weiteren Anlauf genommen, um ein Bistro am Seequai zu realisieren (siehe Box).
Insgesamt hatten sich insgesamt acht Bewerber gemeldet. «Davon erfüllten vier die Grundanforderungen nicht, beziehungsweise sie waren unvollständig und wurden deshalb ausgeschieden», heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates.
Der lange Weg zum Pfäffiker Bistro
29.03.2019

Neuer Anlauf
Bei der Planung des Bistros am Pfäffiker Seequai macht der Gemeinderat den nächsten Schritt. Beitrag in Merkliste speichern Schliesslich sei die Wahl mit der Unterstützung eines externen Gastronomiefachmannes auf die Brüll!Bier’s Garten AG gefallen. «Die Verantwortlichen können mit dem erfolgreich geführten Biergarten auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken und kennen die Rahmenbedingungen am Seequai sehr gut» sagt Liegenschaftenvorsteherin Rajka Frei (SVP) auf Anfrage.
Den Betreibern sei es gelungen, eine grosse Akzeptanz in der Bevölkerung für ihr Lokal zu erlangen. «So wussten wir, dass wir es bereits mit einem erfolgreichen Konzept zu tun hatten, das mit seiner Schlichtheit überzeugte.»
2016 hat die Pfäffiker Stimmbevölkerung an der Gemeindeversammlung das Projekt zur Installation eines Bistros respektive Kiosks am Seequai bewilligt. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts machte den Plänen dann allerdings vorläufig einen Strich durch die Rechnung, indem es den Beschluss des Souveräns für ungültig erklärte.
In der Folge wollte der Gemeinderat die Planung weiterverfolgen. An der Gemeindeversammlung im Dezember 2018 strichen die Pfäffiker aus Spargründen den Budgetposten aus der Investitionsrechnung, der für die weitere Projektierung notwendig gewesen wäre. Daraufhin hat der Gemeinderat entschieden, eine Teilfläche auf dem gemeindeeigenen Grundstück am Seequai zur Pacht auszuschreiben.
Die heute vorhandene Infrastruktur des Biergartens soll weiterverwendet und mit zwei gedämmten Lagercontainern und einem Chalet erweitert werden. Dabei sollen die Gebäudeteile mit einer Holzverschalung vereinheitlicht und der angrenzenden öffentlichen WC-Anlage angeglichen werden. «Das heutige Chalet, das jeweils im Winter auf dem Biergartenareal aufgestellt wird, entspricht den Anforderungen für einen festen Bau allenfalls nicht», sagt Frei. «Daher muss ein ordentliches Baugesuch eingereicht werden.»
Für Andreas Brüllmann, Besitzer der Brauerei Brüllbier in Tagelswangen, und Betriebsleiter Paul Buchs hat mit der Zusage das Bangen um die Existenz ihres Biergartens ein Ende. «Einen kleinen Juchzer konnten wir uns nicht verkneifen», sagt Andreas Brüllmann. Der Biergarten wurde 2014 eröffnet – als Zwischennutzung des Geländes am Pfäffikersee, auf dem der Winterthurer Bauherr Giovanni Cerfeda eine Überbauung realisieren will.
Neuer Anlauf für Bauprojekt am Pfäffiker Seequai
08.08.2019

Ende für Biergarten absehbar
Nach einigen Jahren Pause soll es in Pfäffikon in der Planung einer neuen Überbauung am See weite href=”/flag/flag/np8_favorites/3040064?destination=batch&token=ntHN7KhYAX7iXQ-Awf9Qrl6E0uHyzOigvSvcYtFZ5nI” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3040064 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Im Sommer kam dann die Hiobsbotschaft: Die Bauarbeiten stehen bevor, die Biergarten-Saison 2019 soll die letzte sein. «Wir wussten immer, dass der Tag X kommen wird, an dem wir unsere Sachen wieder packen müssen», sagte Brüllmann bereits damals. Ebenfalls klar war für ihn, dass es mit dem Biergarten irgendwie weitergehen soll.
Fünf Jahre Laufzeit
Aus diesem «irgendwie» ist mit dem aktuellen Entscheid des Pfäffiker Gemeinderates ein Vertrag mit fünfjähriger Laufzeit geworden – mit der Option auf Verlängerung. Vom Vertrag mit dem aktuellen Pächter des Seebistros wollte der Pfäffiker Gemeinderat ursprünglich per Ende Mai zurücktreten. «Nun haben wir uns auf eine Verlängerung bis Ende Saison geeinigt», sagt Rajka Frei. Damit könne eine Lücke im Angebot vermieden werden. Die baulichen Anpassungen werden Anfang 2021 in Angriff genommen.«Wie unser Sommerbetrieb 2020 ausschaut wissen wir zurzeit noch nicht genau», sagt Brüllmann.
Nach Abschluss der Umbauarbeiten startet das neue Konzept im Frühling 2021. Das Verpflegungsangebot am neuen Standort wird mit einer breiteren Auswahl an Speisen, sowie Kioskartikeln und Glacés ergänzt. «Mit dem Vorlauf von fast einem Jahr haben wir Zeit uns um die Baubewilligung und den Details zu kümmern», sagt Andreas Brüllmann. Aufgrund der neuen Gegebenheiten würden ein paar konzeptionelle Änderungen vorgenommen. «Aber im Grunde möchten wir das Gute und Einfache behalten.»
Begriff Biergarten wird verschwinden
Die genaue dekorative Gestaltung sei noch nicht Teil des eingereichten Konzeptes gewesen, sagt Rajka Frei. Fest steht jedoch, dass der Begriff Biergarten nicht weiter verwendet wird. «Da sich der Seeimbiss direkt neben dem Spielplatz befindet, müssen wir auch unserem Präventionsauftrag Rechnung tragen», sagt Frei. Darum seien die Verantwortlichen momentan auf der Suche nach einem neuen Namen. Bier und andere alkoholische Getränke würden trotzdem ausgeschenkt. «Es ist das Konzept des Biergartens, das überzeugt.»
