Kantonsrätin, Gemeinderätin und Ersatzmitglied des Bezirksrats: SP-Politikerin Brigitte Röösli aus Illnau-Effretikon tanzt auf vielen Hochzeiten. Letzteres Mandat will sie nun abgeben. Röösli nennt zeitliche Gründe. «Es wäre schwierig gewesen, diese Verantwortung neben meinen Ämtern als Kantonsrätin und Gemeinderätin wahrzunehmen, wenn ich vermehrt zum Einsatz gekommen wäre», sagt Röösli. So mache es Sinn, die Nachfolge jetzt zu regeln.
Stille Wahl möglich
An ihrer Stelle soll Sabine Sieber das Mandat in den Reihen der Sozialdemokraten halten. «Es ist wichtig, dass die SP weiterhin in diesem Gremium vertreten bleibt», sagt Sieber. In diesem Amt würde ihr die Exekutiverfahrung helfen. Die 59-Jährige war die letzte Gemeindepräsidentin der bis Ende 2014 noch eigenständigen Gemeinde Sternenberg, bevor diese mit Bauma fusionierte. Von 2010 bis 2017 war Sieber Mitglied des Zürcher Kantonsrats. Im Herbst kandidierte sie für den Nationalrat, wurde jedoch nicht gewählt.
Die Kandidatur Siebers ist bisher der einzige Wahlvorschlag. Noch bis zum 31. Januar können beim Bezirksrat weitere eingereicht werden. Ist dies nicht der Fall, wird Sieber still gewählt. Sie wäre dann vorerst für den Rest der laufenden Legislatur bis 2021 im Amt. Sieber sagt aber, dass sie sich gut vorstellen könne, dieses Amt langfristig auszuüben.

