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Politik

Auf der nie endenden Suche nach Geld

Die Jazzsammlung des Swissjazzoramas ist so einzigartig wie gewaltig. Trotzdem oder gerade deswegen ist dessen Verein seit Jahren auf der Suche nach Geldern.

In der obersten Etage des Industriegebäudes an der Ackerstrasse 45 in Uster taucht man in eine andere Welt ein: in die weltweite Jazzwelt. Wer über einen Jazzmusiker etwas wissen will, kann hier seinen Wissensdurst stillen Fragen. Da man sich im grossen Fundus schnell einmal verirren kann, stehen versierte Helfer bereit. Sie verfügen über Fachwissen und führen zum Gesuchten.

Tausende Schellack- und Vinylplatten

Einer dieser Helfer ist Hans Peter Künzle – der Geschäftsleiter des Vereins Swissjazzorama. Er war am Tag der offenen Tür am Samstag ein begehrter Gesprächspartner. In einem kurzen Rundgang durch den Shop, die Bibliothek, die Poster- und die Vinyl- und Tonbandsammlung verschaffte er Einblick in die Sammlung und die Arbeit des Vereins. An Letzterer mangelt es nicht. Im Gegenteil, Tausende Tonträger warten darauf, archiviert zu werden. Erst 8000 Schellackplatten und rund 30'000 Vinyl-Tonträger wurden erfasst. Insgesamt umfasst der Fundus 60'000 Platten.

Alte Männer lieben alte Stars

«Was doppelt vorhanden ist, und das ist eine ganze Menge, wird im Shop verkauft», sagt Künzle. Doppelt vorhanden sind vor allem Aufnahmen von älteren, weltbekannten Jazzern wie Duke Ellington, Benny Goodman, Glen Miller, Count Basie und natürlich Louis Armstrong. Neuere Aufnahmen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten sind dagegen selten um Duo vertreten. Künzle erklärt das damit, dass vor allem die «alt gewordenen Jazzliebhaber» ihre Sammlungen dem Verein schenkten. In diesen würden nun mal die alten Stars den Ton angeben.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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