Einwandfrei verlief das Auftaktspiel Roger Federers am Australian Open. Nicht ganz ohne Einwände schreitet sein Bauvorhaben in der Kempratner Bucht voran. Der Verein Rives Publiques erhebt Einsprache gegen die geplante Altlastensanierung. Die per Mail versandte Einsprache geht nicht nur an den Stadtrat von Rapperswil-Jona, sondern auch an die Kantonsregierung, das Bundesamt für Umwelt und diverse Naturschutzorganisationen.
Trampelpfad von Gesetzes wegen
Victor von Wartburg, Präsident der Einsprecherpartei, sagt auf Anfrage: «Wir wollen am Ufer des Zürichsees entlang einen zwei Meter breiten Trampelpfad.» Denn per se sei es gesetzeswidrig, dass es keinen durchgehenden öffentlichen Seeweg gebe.
«Wir wollen am Ufer des Zürichsees entlang einen zwei Meter breiten Trampelpfad.»
Victor von Wartburg, Präsident Rives Publiques
Von Wartburg beruft sich auf ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2001: Aus diesem geht hervor, dass öffentliche Gewässer und ihr Bett – also die direkte Uferzone – eine unzertrennliche Einheit bilden. Also sei die Uferzone genauso öffentlich wie der See. Rund drei unterschiedliche Geometer hätten ihm diese Gesetzeslage bestätigt. Rives Publiques hat diese Forderung bereits im Sommer gestellt. Zürichsee Landschaftsschutz wies sie damals ab. Auch heute gibt Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, dem Begehren wenig Kredit (siehe Box).

