Andächtig sitzt Barbara Walliser am Esstisch in ihrer Wohnung in Uster. Neben sich stehen hat sie einen Teller mit unscheinbaren, matschfarbigen Kugeln, alle etwa eineinhalb Zentimeter gross. Peter Staub kommt gerade aus der Küche, beladen mit einer Kiste voll getrockneter Blütenblätter. Langsam schüttet er die farbige Pracht vor Walliser auf den Tisch. Vorsichtig nimmt sie eine Handvoll und drückt sie an eine der Kugeln. «Alles ist Handarbeit. Jede Kugel ist ein Unikat», erklärt sie.
Die kleinen farbigen Bällchen sind Räucherkugeln, sogenannte Kyphi. Die Kräutertherapeutin und der Ethnobotaniker stellen sie nach traditionellem Rezept her. Dabei verwenden sie Harze, Wurzeln, Rinden und Pflanzenteile, die sie grösstenteils selber sammeln.
«Wir achten darauf, möglichst lokal und nachhaltig zu arbeiten», sagt Peter Staub. «Unser Kyphi soll ein Produkt sein, das nicht nur ästhetisch aussieht, sondern auch einen fairen und qualitativ hochstehenden Charakter hat.»
Ohne Interpretation geht’s nicht

