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Politik

Ein Sommernachtstraum auf Schweizerdeutsch

Das Zeller Chortheater und der Zeller Kinder- und Jugendchor entführen in einen verzauberten Wald: Am 1. Februar ist die Uraufführung von Shakespeares «Sommernachtstraum».

Am Mittwochabend konnte «Züriost» in einer Probe des Zeller Chortheaters etwas Mäuschen spielen. Da lief noch nicht alles rund. Mal war der Gesang zu leise, dann die Aussprache eines Schauspielers zu undeutlich. Dennoch war es ein Genuss.

Alleine die Art, wie das Theater aufgeführt wird, ist speziell: die Zuschauer werden auf der Bühne sitzen, während das Stück im Raum gespielt wird. In schwarz gehaltener Kulisse mit hängenden Stoffbahnen um Bäume zu symbolisieren.

Das Liebesabenteuer seines Lebens

Am Ende der Halbzeit lobte die Gesamtleiterin Charlotte Joss die rund 30 Akteure: «Ich bin sehr zufrieden.» Die Laienspieler entführen in einem sinnlichen Gesamtwerk in eine andere Zeit. Die Szenenfolge ist in ihrem Ablauf genau wie bei Shakespears Werk, das im 16. Jahrhundert in der Johannisnacht im Juni spielt. Die Akteure stammen aus dem Tösstal oder der nahen Region und offerieren ein Stück, in dem die Vielfalt der Kostüme gleichsam das Auge ergötzt.

Es geht um eine Fürstenhochzeit, zwei unglückliche Liebespaare, eine romantische Flucht, eine Nacht voller Verwirrungen und Träume. Ein Handwerker, der in einen Esel verwandelt wird und mit der Elfenfürstin Titania das Liebesabenteuer seines Lebens erlebt. Und zum Schluss ein unsägliches Theaterstück, dargeboten von sechs nicht sehr begabten Laienspielern, zu Ehren des Fürsten und seiner Amazonenbraut.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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