Sie ist der zweitgrösste Posten der Pfäffiker Investitionsrechnung 2020 und blieb trotzdem im Hintergrund der öffentlichen Diskussion: Die Sanierung des Loorenbachs im Humbel. Auf einer Länge von rund 260 Meter verläuft der Bach heute eingedolt direkt unter der Baumschule Lamprecht.
Ein Zustand, den der Pfäffiker Gemeinderat schon vor 15 Jahren ändern wollte. Denn das Rohr mit einem Durchmesser von 30 Zentimeter verfügte schon damals über eine ungenügende Abflusskapazität und war in einem mangelhaften Zustand. Aufgrund von Uneinigkeiten mit dem Grundeigentümer verzögerte sich die Umsetzung des ausgearbeiteten Projektes jedoch. «Dadurch wurde das Rohr aber auch nicht jünger», sagt René Iten, Leiter des Pfäffiker Bauamtes.
Tatsächlich meldete der Grundbesitzer vor fünf Jahren, die Bachleitung sei eingestürzt und grössere Mengen seines Aushubdepots seien weggespült worden. «Vor Ort stellten die Verantwortlichen des Bauamtes dann fest, dass über der Eindolung temporär Aushubmaterial ohne entsprechende Bewilligung deponiert worden war. Dieses Gewicht hatte die Leitung zum Einsturz gebracht», sagt Iten. Diese konnte zwar provisorisch instand gestellt werden, doch die Bachsanierung liess sich nicht mehr länger aufschieben.
«Wir mussten viele Kompromisse finden, damit alle Beteiligten hinter dem Projekt stehen können.»
René Iten, Leiter Pfäffiker Bauamt
Einige Zeit später ging bei der Gemeinde ein Baugesuch ein, welches die Umnutzung der östlichen Fläche der Baumschule vorsieht. «Da haben wir uns wieder aktiv eingeschaltet, um die Bachsituation zu klären», sagt Iten. Die Teilparzelle soll zukünftig als Ausbildungsplatz für den Verein Bildungszentrum Gärtner dienen.

