In Winterberg stehen die Zeichen auf Umbruch. Auf dem Gebiet Ölwis/Blankenwis ist ein privates Bauprojekt geplant, das es in sich hat: 30 Mehrfamilienhäuser mit rund 240 Wohnungen sollen auf der Wiese mitten im Weiler gebaut werden. Auf einer Fläche von etwa sieben Fussballfeldern entsteht damit in den nächsten Jahren Wohnraum für 450 bis 500 neue Einwohner. Die exakte Ausnutzung ist noch nicht klar.
Zunächst wurde eine Testplanung vorgenommen (wir berichteten). Als im Herbst 2018 die ersten Pläne vorgestellt wurden, blieben kritische Voten noch aus. Mittlerweile gibt es jedoch Opposition. Die Interessengemeinschaft Zukunft Winterberg (IGZW) hat sich formiert. Sie setzt sich vor allem aus Anwohnern zusammen.
Kritik an Dimensionen
Die Mitglieder dieser Interessensgemeinschaft befürchten, dass sich das ländlich geprägte Ortsbild Winterbergs durch die neue Siedlung einschneidend verändern wird. Die IGZW kritisiert insbesondere die geplanten Dimensionen. «Wir sind nicht per se gegen eine Überbauung, aber für eine mit Mass und gemäss kantonalen und regionalen Richtlinien», sagt Marcel Morf, Vorstandsmitglied der Gruppierung.
«Wir wollen eine öffentliche Diskussion anregen.»
Marcel Morf, IG Zukunft Winterberg

