Susanne Nussberger und Patrizia Furrer sind auf unterschiedliche Art nach Schmidrüti gekommen. Erstere wurde einst aufgrund einer Wohnungsanzeige auf den Weiler aufmerksam. Zusammen mit ihrem Mann Bruno zog sie 1985 ins Pirg, gründete eine Familie und kaufte nah der Schule ein Haus. Mit ihren drei inzwischen erwachsenen Kindern wuchsen sie in die Dorfgemeinschaft hinein und fühlen sich ihr nach wie vor verbunden. Doch der Schwerpunkt liegt für die diplomierte Pflegefachfrau Susanne Nussberger mittlerweile in der Arbeit bei der Spitex Bauma.
«Die Kirche Sitzberg ist uns wichtig, auch weil sie ein Treffpunkt ist.»
Susanne Nussberger und Patrizia Furrer, Schmidrüti
Patrizia Furrer ist 2006 der Liebe wegen in den auf 800 Metern liegenden Ort gekommen. Zusammen mit ihrem Mann Andri und vier Kindern wohnt sie am Dorfrand. Kinder, Schafe und der Verkauf von Brennholz bestimmen heute den Alltag der gelernten Kindergärtnerin. Auf die Frage, was ihnen hier besonders gut gefällt, sind sich beide einig. «Die Sonnenuntergänge sind einfach traumhaft.» Auch über die Sitzberger Kirche teilen sie ihre Ansicht: «Sie ist uns wichtig, auch weil sie ein Treffpunkt ist.»
Sich stark machen für eine gelebte Gemeinschaft
Schmidrüti und Sitzberg gehören zum sogenannten Pirg, das 17 grössere oder kleinere Weiler zählt (siehe Box). Die besondere Wohnlage im Pirg verbindet die Menschen dort oben. Patrizia Furrer bringt es auf den Punkt: «Wer da wohnt, der engagiert sich, damit die Gemeinschaft lebt.»

