Eine Steinmauer, ein schmaler Spalt, keine Erde in Sicht. Doch die grüne Pflanze trotzt den Widrigkeiten und wächst munter aus dem Stein heraus. Mich fasziniert, wie wenig gewisse Lebewesen – und Pflanzenleben – brauchen, um ihren Lebenszweck zu erfüllen. Nämlich sich fortzupflanzen, die Art zu erhalten. Ich bewundere die Kraft, die aus einem Minimum an Möglichkeiten ein maximales Ergebnis erzielt.
Mit unseren Begriffen «Effizienz» oder «optimale Ressourcenverwertung» können wir die Lebensweise dieser Pflanze zwar beschreiben, treffen auch das Ergebnis.
«Angesichts ihrer Zartheit und Zähigkeit wirken die Worte «Effizienz» und «optimale Ressourcenverwertung» hohl und banal.»
Doch wirken diese Worte im Angesicht der Zartheit und Zähigkeit irgendwie hohl und banal. Doch für die Forschung können sie von Wichtigkeit sein, denn wenn wir erforschen und verstehen, woher diese Pflanze ihre Kraft nimmt, können wir für uns Menschen ableiten, wo wir welche Kräfte einsetzen müssen, um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen.
Auch wenn wir nur über dieses Bild der Pflanze im Stein staunen, regt uns die Bewunderung darüber an. (Guy A. Lang)

