Die einen glöckeln, die anderen schnappen
Wo genau die Silvesterchläuse und ihre Schnappesel herkommen, ist nicht ganz klar. Vermutlich entspringen sie dem heidnischen Brauchtum der Bescherung, das zum Jahreswechsel gefeiert wurde. Doch heute, das ist sicher, locken sie die Walder Dorfbevölkerung aus ihren Wohnungen und Häusern, wenn der letzte Tag des Jahres anbricht.
Schon um 6 Uhr morgens gehts los: Die Chläuse tragen dann Neujahrswünsche in die Wachten Walds. Kurz nach Mittag sind sie erst im Ortszentrum anzutreffen. Und abends, so ab 18.30 Uhr, beginnt ein Umzug durchs Dorf, der letztlich in einen wilden Tanz mündet. Die Chläuse glöckeln dann das Gute herbei, während ihre Schnappesel das Böse wegschnappen. Das Brauchtum ist heuer bei klirrender Kälte über die Bühne gegangen.

