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Pfäffiker sollen weniger pendeln müssen

In der Schweiz können Interessierte in über 60 Co-Working-Spaces in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten. Nun will nach Städten wie Uster oder Wetzikon auch die Gemeinde Pfäffikon einen Schritt in Richtung Co-Working machen.

Die Genossenschaft Village Office wurde mit der Entwicklung eines Co-Working-Space in Pfäffikon betraut.

Symbolbild: Facebook Village Office

Pfäffiker sollen weniger pendeln müssen

Rund 5100 Pfäffikerinnen und Pfäffiker verlassen im Durchschnitt täglich die Gemeinde und pendeln zu ihren Arbeitsplätzen. So fasst der Pfäffiker Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP) die Situation in einer Videobotschaft zusammen, die auf allen Kanälen der Gemeinde aufgeschaltet ist. So modern wie diese Kommunikation, will man in Pfäffikon auch in Sachen Arbeitsplatz werden. 

«Mit einem Co-Working-Space, einem Gemeinschaftsarbeitsraum, wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, dass ein Teil der Arbeit in Zukunft in Pfäffikon erledigt wird», so Hirzel weiter. Durch das Einsparen der Reisezeit bleibe interessierten Arbeitnehmern mehr Zeit für ihre Familie und ihre Hobbies. Zudem verringere sich die Anzahl an Pendlern und der Verkehr werde reduziert. 

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung Pro Zürcher Berggebiet hat die Village Office Genossenschaft einen Potenzialbericht für das Co-Working im Zürcher Oberland erarbeitet. Dies, damit für den Trend vorbereitet ist. Daraus ging hervor, dass eine Umsetzung in Pfäffikon «von grossem Nutzen sein kann». 

Gemäss ersten Abklärungen würden im Zentrum Räume zur Verfügung stehen, die sich gut eignen, schreibt der Gemeinderat. Ziel dabei sei, dass sich Interessierte selber organisieren und die Räume auch selber finanzieren. Erfahrungen würden jedoch zeigen, dass eine finanzielle Anschubhilfe durch die Gemeinde notwendig ist, damit solche Netzwerke entstehen können, so der Gemeinderat weiter. 

Kredit bereits bewilligt

Das Projekt soll anhand eines 6-Phasen-Modells umgesetzt werden. In den ersten vier Phasen, welche als Aufbauphasen bezeichnet werden, wird Village Office das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde vorantreiben. Unter anderem soll dabei auch die Durchführung eines halb- bis ganzjährigen Probebetriebes stattfinden. Während des Probebetriebes liegt die Verantwortung und Bewirtschaftung der Räume bei einer lokalen Gruppe.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 25’000 Franken, die im Budget nicht enthalten sind. «Auf längere Sicht liegt es jedoch im Interesse der Gemeinde, wenn Co-Working Spaces bestehen und der Pendlerverkehr etwas abgeschwächt wird», heisst es im Gemeinderatsbeschluss, in dem der Gemeinderat den Kredit bewilligt. 

Auf der Website www.villageoffice.ch/umfrage_pfaeffikon-zh ist eine Umfrage aufgeschaltet, mit der die Bedürfnisse der Bevölkerung zu einem Co-Working-Space erfragt werden. Am Dienstag, 7. Januar, findet um 19 Uhr im Saal der Stiftung zur Palme in Pfäffikon ein Informationsabend statt, bei dem ein Fazit der Umfrage gezogen wird. 

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