Für die Kolibri-Weihnachtsfeier vom Sonntagabend in der kleinsten Kirche des Kantons Zürich in Sitzberg, hatte sich das Leiterteam etwas Besonderes einfallen lassen: Um allen Kindern eine Rolle zu geben, haben die Geschwister Mirjam und Lukas Schenk eigens das Stück «Wo ist Gott?» geschrieben. Sogar die dazugehörenden Lieder stammten aus der Feder von Mirjam Schenk. Die Story spielt in der heutigen Zeit. Dies gab dem Theater ordentlich Würze.
Gott ist bei Google unbekannt
Das Mädchen Jana macht sich auf die Suche nach Gott. Sie trifft dabei auf eine Anzahl von Leuten, die sie jeweils fragt: «Wo ist Gott?» Er kann nicht gegoogelt werden und die Jassrunde weiss es auch nicht. Der moderne Postschalter macht nur Ärger. Aber vielleicht kann man Gott im Weltraum finden. Also steigt eine Crew in eine bereitstehende Rakete, die dann über den Köpfen des Publikums hinauf zur Empore schwebt. Was für ein toller Effekt! Aber Gott ist auch im Weltall nicht zu finden. Durch die Lieder erkennt Jana zuletzt, dass der Gesuchte im Alltag stets bei ihr ist.
«Züriost» wohnte der Hauptprobe am Samstag bei. Zeitweise 15 Kinder, vom ersten Kindergarten bis zur 6. Klasse, bevölkerten die Spezialbühne. Je nach Situation schlüpften sie während des Stücks in die passenden Kleider oder in das Schäfchengewand, begleiteten die Lieder mit der Flöte oder am Klavier.

