Über Jahrtausende gestaltete das Wasser der Bäche die Landschaft der Täler im Zürcher Oberland. Durch lange andauernde Ausnagungsarbeit entstand so eine Unzahl verzweigter, tief eingeschnittener Seitentälchen, sogenannte Tobel.
Diese haben es Richard Graf aus Pfungen besonders angetan. Denn sie bergen – fürs Laienauge praktisch unsichtbar – viele noch kaum bekannte Höhlen und Gubel (Halbhöhlen).
«Man steht vor einem Loch und denkt sich: Wie komme ich herein?»
Richard Graf, Höhlenforscher
Ein Paradies für Höhlenforscher wie Richard Graf. «Mich reizt das Unbekannte», sagt er. Eine Höhle zu entdecken, löse immer Neugier aus. «Man steht vor einem Loch und denkt sich: Wie komme ich herein?»
Ist das erst einmal geschafft, geht Graf in die Dunkelheit hinein, bis es kein Weiterkommen mehr gibt. Meist stoppt ein Schacht oder ein anderes natürliches Hindernis seine Entdeckungstour. Also bricht er ab und kehrt später mit Material wie Seil und Pickel zurück.

