Schulleiter Markus Küng brachte es nach der Aufführung in seinen Dankesworten auf den Punkt: «Die Zeit des Ausnahmezustandes in Neubrunn ist vorbei.» Er meinte damit die Vorbereitungszeit auf die Schulweihnachtsfeier mit den beiden Theaterabenden. Gewählt hatte das Lehrerinnenteam die Weihnachtslegende «Füüf Könige unterwägs nach Bethlehem» von Patrick Huber und Markus Hottiger.
Unterwegs offenbart sich der Charakter
In dieser Geschichte erfahren fünf Könige, dass ein neuer König geboren wird. Um ihn zu besuchen, machten sie sich auf unterschiedliche Art auf den Weg. Auf ihren Reisen offenbaren unerwartete Begegnungen ihren Charakter. Das Publikum verfolgte das Geschehen aufmerksam und hatte dann zu entscheiden, welche drei Könige zum König dürfen.
Es ähnelte einem Kasperlitheater, als die Sprecherin auf der Bühne die fünf Würdenträger zur Auswahl stellte. Ja oder eben Nein riefen die Anwesenden jeweils lautstark. Das Stück erlaubte es, jedem der 23 Kinder der Gesamtschule eine passende Rolle zuzuteilen. Zu sehen war ein farbenfrohes und anspruchsvolles Spektakel, in das geschickt Ausdrücke der Neuzeit eingeflochten wurden, begleitet von erfrischenden Dialektliedern. Dabei gab es die Möglichkeit, Kinder auch mal paarweise singen zu lassen und so ihre Stärken zu zeigen.

