Wenn sich zwei Raben necken und dabei den Blick mal auf den Rücken einer nackten Frau werfen, und malauf eine reliefartige Landschaft von oxidiertem Kupfer – dann hat das Einiges mit dem lokalen Kunstschaffen zu tun. Zumindest, wenn sich dies in der Oberen Mühle abspielt. Dort nämlich findet derzeit die Art Dübendorf statt. Die Ausstellung von fünf Künstlern ist letzten Freitag eröffnet worden.
Freilich sind denn auch die Raben und die Objekte ihrer Betrachtung Kunstwerke. Damit ist schon Einiges über die Vielfalt der Ausstellung gesagt. Und diese wiederum widerspiegelt nicht unwesentlich den Zeitgeschmack der hiesigen Öffentlichkeit.
Jury wählt Teilnehmer
Denn an der Art Dübendorf kann nicht jeder ausstellen. Die fünf Teilnehmer mussten sich voriges Jahr zuerst einmal die Gunst der örtlichen Kunstinteressierten erkämpfen. Das ging am Art Forum von sich, wo alle eine Plattform erhielten, die ihr künstlerisches Wirken zeigen wollten. Dies, sofern sie aus Dübendorf oder Mitglieder des Stiftungsförderungsvereins der Oberen Mühle sind. Denn das lokale Kunstschaffen solle im Zentrum stehen, sagt der Leiter der Oberen Mühle, Rolf Hiltebrand. Aus dem bunten Haufen an Künstlern hat eine Publikums- und eine Fachjury die fünf besten prämiert – und damit die Mitwirkenden der Art Dübendorf.
Das Prozedere gibt es seit den Neunzigerjahren. Man habe so einen alternierenden Rhythmus aus einem offenen und einem eher gehobenen Ausstellungsformat etabliert, erklärt Hiltebrand. «Die Wahl der Teilnehmer für die Art Dübendorf sorgt zudem für Spannung . »

