Politik

Vermehrte Grüngutabfuhren in Russikon

In Russikon werden ab nächstem Jahr 39 statt 23 Grüngutabfuhren durchgeführt. Der Gemeinderat hat im Rahmen dieser Entscheidung nicht nur an die Bewohner Russikons, sondern auch an die Abnehmer des Grünabfalls gedacht.

Vermehrte Grüngutabfuhren in Russikon

Von Mandarinen-Schalen über das Innenleben der Peperoni bis hin zu abgeschnittenen Ästen und  zusammengerechte Blätter: In den meisten Haushalten werden diese Abfälle gesammelt und regelmässig in den Grüngut-Container gekippt. Diese Container werden dann von der regionalen Kehrichtsammlung geleert.

So auch in Russikon. Dort handelt es sich aber nicht um Container für ganze Quartiere, sondern Grünabfuhrtonnen, die pro Haushalt oder Wohnblock genutzt werden. Darauf kleben die Russiker dann eine Etikette, stellen die Tonne an den Strassenrand und der Abfuhrdienst der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland in Hinwil (Kezo) leert diese. 

Komfort für Russiker wird erhöht

Bisher geschah das pro Jahr 23 Mal – ab 2020 werden neu 39 Abfuhren durchgeführt, im Sommer soll diese wöchentlich stattfinden.  Wie Gemeindeschreiber Marc Syfrig sagt, haben verschiedene Gründe zu dieser Entscheidung geführt.

«Es ist schön zu hören, dass auf uns Rücksicht genommen wird.»

Daniel Böni, Geschäftsführer Kezo Hinwil 

«Einerseits wird der Komfort für die Bewohner Russikons sowie dessen Weiler Madetswil erhöht. Ihr Grüngut wird öfter abgeholt, was dazu führt, dass sie nicht mehr selber zur Entsorgungsstelle fahren müssen, weil es bis zur nächsten Abfuhr zu lange dauert.» Anderseits profitieren auch die Abnehmer, da das Grüngut weniger lang herum steht und deshalb weniger Geruchsemissionen verursacht. 

Daniel Böni, Geschäftsführer der Kezo Hinwil, freut sich darüber, dass die Gemeinde Russikon bei ihrem Entscheid auch an die Kehrichtbelader gedacht hat. «Es ist schön zu hören, dass auf uns Rücksicht genommen wird und wir künftig mit weniger vergärtem Grüngut zu tun haben.» 

Auch die Jahresmarke ist neu

Nicht nur die Anzahl der Grüngutsammlungen wird erhöht – auch können die Russiker ab nächstem Jahr eine Jahresmarke für ihr Grüngut erwerben. Bisher waren die Marken nur einmalig verwendbar und wurden von den Kezo-Mitarbeitern abgerissen, nachdem diese die Tonne geleert hatten. «Neu kann man die Tonne auch rausstellen, wenn sie erst halb voll ist – und verschwendet nicht extra eine Marke dafür.» 

Die Tarife der Einzelmarken bleiben gleich, eine Jahresmarke für eine 120-Liter-Tonne soll für knapp 90 Franken erhältlich sein. «Durch das Beibehalten der Preise und einer Erhöhung der Abfuhren generieren wir einen leichten Kostenüberschuss für die Gemeinde», so Syfrig. Das sei jedoch kein Problem, da in diesem Bereich keine langfristigen Investitionen vorgesehen sind. 

So machen es die anderen Gemeinden

In Fehraltorf ändert sich bezüglich der Grüngutabfuhr im nächsten Jahr nichts. Gemäss dem Gemeinderat sind diese mit der Abfall-Grundgebühr abgedeckt.  Auch in Illnau-Effretikon  bleiben die Anzahl Grüngutabfuhren gleich. Einzig der Sammeltag in der Region Kyburg, Brünggen und Ettenhusen wird vom Donnerstag auf den Dienstag verlegt. In Pfäffikon bleibt alles beim Alten, ebenso in Bauma und Hittnau. 

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