Zur Einleitung hatte die Organistin Mariam Poghosyan den Schneewalzer gewählt. Damit brachte sie am vergangenen Donnerstag von Anfang an Schwung in die Kirche. Pfarrer Marc Schedler nahm diesen sogleich auf, erzählte eine kurzweilige Dialektgeschichte und nannte «Das isch de Stärn vo Bethlehem» die Tösstaler Hymne.
Und dann legte der Trachtenchor Tösstal auch gleich los. In Doppelrollen konnte man zwei Frauen erleben. Maraim Poghosyan als Organistin und Dirigentin des Trachtenchors, Susanne Furrer als Chorsängerin und Begleiterin mit der Flöte zweier Orgelspiele.
Eine Prise Wissenswertes zu den Trachten
Doch das Thema des Anlasses war die Trachtengruppe Tösstal mit dem eigenen Chor, der passende Lieder wie etwa das «S’Chilchli» sang. Schön anzusehen waren dabei die verschiedenen Trachten. Marliese Ruffner, in einer rostfarbenen Bündner Tracht gekleidet, vermittelte Wissenswertes über die volkstümliche Kleidung.
«Die Tracht kennt man in der Schweiz seit 200 Jahren», begann sie ihre Ausführungen und fuhr weiter: «Die mit einfachen Schürzen geschützten Röcke wurden bei der Arbeit getragen, die Stoffe haben die Bäuerinnen selber hergestellt.» Reichere Frauen erkannte man am Fichu, das den Hals und das Dekolleté bedeckt.

