Johanna Hirzel kam vor ein paar Jahren zum ersten Mal mit der Mahnwache der Christian Solidarity International (CSI) (siehe Box) in Kontakt. Die Seelsorgerin der katholischen Kirche Wetzikon war gerade in Luzern unterwegs, als ihr beim Bahnhof eine Gruppe von Menschen ins Auge stach.
Die Leute waren ausgerüstet mit Kerzen, Schildern und einem Transparent «Glaubensverfolgung stoppen». Sie standen einfach da, still und beinahe bewegungslos. «Ich war ziemlich beindruckt. So etwas hatte ich noch nie gesehen», erinnert sich Hirzel.
Berührt von der Stille
Johanna Hirzel sprach eine der Personen an und erfuhr, dass eine halbstündige Mahnwache für Glaubensverfolgte im Gange war. Spontan entschloss sie sich, daran teilzunehmen. Sie rüstete sich mit einer Kerze aus und gesellte sich zu der Menge. Besonders berührt habe sie die Stille, die dabei herrschte.
«Es war kein Protest, keine Schuldzuweisung. Sondern einfach ein Mahnen, ein Sensibilisierung auf die Problematik», sagt sie. In einer pulsierenden Stadt sei das etwas sehr Eindrückliches.

