Wie ein weisser Blitz saust Indri durchs Wohnzimmer, springt an Gilbert Metzler hoch und leckt ihm freudig übers Gesicht. «Ist ja gut», liebevoll streicht der 68-Jährige der Hündin den Kopf. Seine Stimme bricht, die Emotionen übermannen ihn. Noch nicht lange ist es her, da verbrachte er schlaflose Nächte wegen seiner geliebten Hündin.
Das Drama nahm am 22. November seinen Anfang. Weil er im Dezember für fünf Tage mit dem Sozialwerk Hope in Rumänien unterwegs sein wird, suchte Gilbert Metzler jemanden, der auf die weisse Schäferhündin aufpasst. Ein guter Bekannter aus Rüti erklärte sich bereit, sie zu sich zu nehmen. Metzler brachte Indri am Nachmittag vorbei. Als er sicher war, dass sie sich dort wohl fühlte, wollte er sie testweise über Nacht da lassen.
«Es ist schön, dass sich so viele Leute bemühen, zu helfen.»
Mirjam Metzler, Tochter von Indris Besitzer
Doch kaum war er Zuhause, klingelte das Telefon. Der verzweifelte Bekannte meldete, Indri sei in einem unachtsamen Moment entwischt. Sofort machte sich Metzler zusammen mit seiner Frau Anna auf, das Tier zu suchen. Aber die Dunkelheit verunmöglichte das Unterfangen. In den folgenden Tagen liess Gilbert Metzler nichts unversucht. Er rief bei der Polizei an, registrierte sich bei der Meldezentrale vom Schweizerischen Tierschutz und druckte Vermissten-Flyer.
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