«Das Projekt zum Ersatz der Turnhalle Sunneberg schreitet voran.» So lautete der Titel der Medienmitteilung des Gemeinderats Russikon, des Vereins Interessensgemeinschaft Sporthalle und der Planungskommission, die für den Neubau der Sporthalle in Russikon zuständig sind.
Nach langer Zeit tut sich also wieder etwas. Schaut man sich die Geschichte des Projektes Ersatzturnhalle für Russikon an, fällt es manchem schwer zu glauben, dass es nun wirklich vorwärts gehen soll.
In den vergangenen sechs Jahren beschäftigte dieses Geschäft den Gemeinderat immer wieder (siehe Box). Platzprobleme und fehlende Finanzen waren die Hauptgründe, warum die Sporthalle nicht gebaut werden konnte. In dieser Zeit war die Rede von Kosten zwischen sieben und acht Millionen Franken. Zudem herrschten unklare Platzverhältnisse, da man nicht wusste, wie gross die Halle am Schluss werden sollte.
2016 dann die grosse Hoffnung, es würde endlich etwas gehen: Die Gemeinde kündigte aufgrund eines Erbes von knapp fünf Millionen Franken an, die Planung einer neuen Sporthalle voranzutreiben. Es wurde eine Planungskommission einberufen. Nur fünf Monate später krebste der Gemeinderat zurück und legte das Projekt auf Eis. «Wir waren zu optimistisch. Die finanzielle Lage lässt einen vorzeitigen Neubau doch nicht zu», lautete damals die Begründung von Gemeindepräsident Hans Aeschlimann (SVP).

