Nach ihrem Debut als Lehrerin im Neubrunnertal machte Regina Kägi-Fuchsmann (1889 – 1972) eine bemerkenswerte Karriere. Nur zwei Jahre (1911 – 1913) als Primarlehrerin tätig, studierte sie dann für das Sekundarlehramt an der Universität Zürich.
1915 heiratete sie Paul Kägi, neun Jahre später kam ein Sohn zur Welt. Die junge Frau unterrichtete ab 1918 in Schaffhausen, wo sie zudem aktiv am Aufbau der Frauenzentrale und zwei Jahre lang als gesamtschweizerische Präsidentin wirkte. Als überzeugte Sozialdemokratin war sie ab 1933 aktiv im Schweizerischen Arbeiterhilfswerk, bis 1951 sogar als Geschäftsführerin.
Engagiert beim Wiederaufbau nach dem Krieg
In dieser Funktion organisierte sie Ferien für Arbeiterkinder und im Zweiten Weltkrieg für deutsche Flüchtlingskinder. Nach dem Krieg engagierte sie sich im Wiederaufbau in Europa, eine Weile sogar als Präsidentin der Schweizer Auslandhilfe. Ab den 1950er Jahren verlagerte sie ihr Engagement in die Entwicklungshilfe. Sie arbeitete für die UNO und war Gründungsmitglied von Helvetas. 1961 wurde ihr durch die Universität Zürich der Ehrendoktortitel verliehen.

