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Politik

Ging bei der Steuerfuss-Abstimmung alles mit rechten Dingen zu?

Nur eine Stimme entschied am Montag über die Erhöhung des Ustermer Steuerfusses. Jetzt werden unter den Abstimmungsverlierern Stimmen laut, die die Rechtmässigkeit des Prozederes anzweifeln.

Knapper hätte die Abstimmung nicht ausgehen können: Die Ustermer Gemeinderatspräsidentin Ursula Räuftlin (GLP) entschied am Montagabend mit ihrer Stimme, dass die Ustermer Bevölkerung künftig mehr Steuern bezahlen muss.

Die Ratslinke hatte den Abstimmungskrimi geschickt eingefädelt: Nur dank der von der SP beantragten geheimen Abstimmung konnte die Ratspräsidentin überhaupt ihre Stimme abgeben, sonst hätte sie sich enthalten müssen. Und nur dank der Stimme der Ratspräsidentin kam es zum 18-zu-18-Patt zwischen den Gegnern und den Befürwortern der Steuererhöhung. Links war dafür, rechts dagegen, die Mitte gespalten. Schliesslich entschied Räuftlin. Ihre Stimme zählte durch den Stichentscheid sozusagen doppelt.

Eine Stimme entscheidet den Steuerkrimi

03.12.2019

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