Die Aussagen der beiden Hobby-Boxer, die sich diese Woche vor dem Bezirksgericht Uster gegenüberstanden, hätten nicht widersprüchlicher sein können: Beide beschuldigten sich gegenseitig, zuerst zugeschlagen zu haben. In die Haare geraten waren sie sich am 11. September 2017 im und vor einem Trainingslokal in Dübendorf.
Ein 31-jähriger Co-Trainer fühlte sich durch einen 22-jährigen Boxer beim Trainieren einiger Mitglieder des Klubs gestört, und stellte ihn laut Anklageschrift zu Rede. Es wurde Laut. Der Trainer wollte nicht vor versammelter Mannschaft streiten, wie er vor Gericht erklärte, und bat den Störefried nach draussen, um die Angelegenheit zu erledigen.
Zwei Versionen
Von da an gibt es zwei Versionen über den weiteren Verlauf. Laut Aussagen des Trainers schlug ihn sein Gegenüber unvermittelt und völlig überraschend vier bis sechs Mal mit seinen Fäusten mit voller Wucht ins Gesicht.
Der vermeintliche Schläger hingegen behauptete, der Trainer habe ihm unvermittelt eine Kopfnuss mit der Stirn gegen die Nase verpasst, worauf er zugeschlagen habe.

