Der Weg von Gfell hinunter zum Hof von Müffel Gaberthüel und Brigitta Zbinden in der Oberen Heurüti ist steil und schmal. Das Navigationssystem des Autos hat bereits auf dem TCS-Parkplatz aufgegeben und behauptet, das Ziel wäre erreicht. Und auch Google-Maps schafft es nicht bis ans Ziel und beendet die Navigation, bevor das erste Haus wieder in Sichtweite kommt. Die Strasse ist gerade breit genug für ein Auto, bei Gegenverkehr muss eines zurückfahren bis zur nächsten Ausweichmöglichkeit.
Ein einziges Mal kam keine Post
Vor dem Heurütihof wartet schon die «Pöstlerin vom Sterneberg», Teresa Duvaud, mit Brigitta Zbinden. Der Weg hier herunter war abenteuerlich, sei aber längst nicht der steilste auf ihrer Tour erzählt Teresa Duvaud. Nach einem kurzen Plausch und zwei Fotos muss sie auch schon wieder los – die Leute warten schliesslich auf ihre Post.
Brigitta Zbinden und Müffel Gaberthüel sind voller Lob für ihre Dame von der Post: «In 22 Jahren ist die Post nur einmal nicht gekommen. Da war es schlimm mit Schneeverwehungen». Für Brigitta Zbinden ist Teresa Duvaud eine Pöstlerin aus Leidenschaft. «Wir haben ihr immer gesagt, wenn es viel Schnee hat, musst du nicht kommen. Bring die Post am nächsten Tag.» ergänzt Gaberthüel. Aber das gebe es bei ihr praktisch nicht. Ihr Postauto hat sie absolut im Griff: «Wenn ich hinauf fahre und sie sieht mich kommen, fährt sie sofort zurück zur Ausweichstelle».

