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Politik

Geht ein Briefdieb in Pfäffikon um?

Gleich zwei Pfäffikerinnen haben in den letzten Wochen die Erfahrung machen müssen, dass Briefe auf dem Postweg geöffnet wurden. Bei einer Sendung wurde sogar ein Gutschein gestohlen.

Jährlich schreiben über 20’000 Kinder in der Schweiz Briefe an den Weihnachtsmann. Die Post steht deshalb zur Weihnachtszeit mit einem Spezialteam im Einsatz, um diese Briefe zu beantworten. Es ist eine von sehr wenigen Situationen, in denen Angestellte der Post befugt sind, Briefe zu öffnen. Ein anderes Beispiel wäre der Fall, wenn sowohl Empfänger als auch Absender nicht eruiert werden können und die Post auf Hinweise im Couvert angewiesen ist (siehe Box). 

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Auf dem Couvert, das die Pfäffiker Irene Arletti vor Kurzem in ihrem Briefkasten vorfand, war die Adresse jedoch korrekt angegeben. Trotzdem war der Brief nicht mehr original zugeklebt. «Diese Sendung wurde bei der Verarbeitung beschädigt. Wir bitten Sie um Verständnis», heisst es auf einem Sticker, der von der Post stammt. «Da es sich um eine Dankeskarte handelte, fragte ich mich im ersten Moment, ob wohl ursprünglich mehr als nur der Brief im Couvert war», sagt Arletti. «Eine Rückfrage bei der Absenderin des Briefes ergab zum Glück, dass nichts fehlte.»

Wenn ein Brief unzustellbar ist, werden von der Post Nachforschungen unternommen. «Kann die Adresse des Empfängers ermittelt, beziehungsweise vervollständigt werden, so werden diese Sendungen zugestellt», sagt Markus Werner. Briefe, die aufgrund fehlender oder unvollständiger Adressen nicht zustellbar sind, werden an den Absender zurückgesandt. 

Wenn Sendungen auf dem Couvert auch keinen Hinweis auf den Absender enthalten, gelten sie als «unanbringlich» und kommen zur Behandlung in eine der drei Briefkliniken in den Briefzentren der Post . Diese befinden sich in Härkingen, Zürich-Mülligen und Eclépens. Dort öffnen speziell ausgebildete Mitarbeitende der Briefklinik die Sendung und suchen darin nach Hinweisen auf den Empfänger oder den Absender, so Markus Werner. «Diese Mitarbeitenden unterliegen, genau wie alle anderen Mitarbeitenden der Post, der Schweigepflicht und dem Postgeheimnis.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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