Valeria Primoceri schläft diese Tage nicht gut. Von Unruhe getrieben liegt sie nachts oft wach, immer wieder sucht ihr besorgter Blick die dunklen Fenster ab. Ist da etwa das Licht einer Taschenlampe? «Angefangen hat es vor etwa drei Wochen», erzählt die Hinwilerin. Damals sei sie um Mitternacht von ihrer Spätschicht nach Hause gekommen und habe Mutter und Schwester in aufgewühlter Stimmung angetroffen. Diese hätten ihr von verdächtigen Geräuschen bei der Gartentür berichtet.
«Ich ging raus um nachzuschauen, und sah, wie ein Mann davonrannte», erinnert sie sich. Ein paar Stunden später, als sie es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte, erspähte sie durchs Terrassenfenster ein verdächtiges Licht. «Es war von einer Taschenlampe. Erst dachte ich, es könnte ein Einbrecher sein. Aber der Lichtkegel wanderte nicht umher, sondern war auf einen spezifischen Punkt im Wohnzimmer gerichtet.»
«Er war ganz in Schwarz gekleidet und hatte die Kapuze über den Kopf gezogen.»
Valeria Primoceri, Hinwil
Erneut sei sie rausgegangen und habe wieder einen Mann wegrennen sehen. «Er war etwa 1.80 Meter gross, schmal gewachsen und körperlich gut in Form», beschreibt sie den Unbekannten. «Er war ganz in Schwarz gekleidet und hatte die Kapuze über den Kopf gezogen.»
Seit dieser Nacht hat Valeria Primoceri den unbekannten Mann fast jeden Abend in der Nähe von ihrer Wohnung gesichtet. Auch ein paar anderen Frauen im Quartier sei er aufgefallen. «Als meine Nachbarin eines Abends mit dem Hund draussen war, hat sie ihn vor unserer Terrasse stehen sehen», sagt Promoceri. «Als sie ihn ansprach, ist er verschwunden.»

