Dank den vermehrten Niederschlägen im August und den warmen Temperaturen hat die Pilzsaison im Zürcher Oberland früher als in den letzten Jahren begonnen – und wie! Viele kantonale Pilzkontrolleure hatten dadurch bereits im August alle Hände voll zu tun. So auch die beiden Pilzexperten der Kontrollstellen in Wald und Rüti. «Vor allem Sommer- und Fichten-Steinpilze zeigten sich in den Wäldern der Region bereits im August in grossen Mengen», sagt Roland Eschmann, langjähriger Pilzkontrolleur in Rüti und den angeschlossenen Gemeinden Dürnten und Hombrechtikon.
«Auch andere Speisepilze wie Flockenstielige Hexen-Röhrlinge, Maronen-Röhrlinge, Riesenschirmlinge, Mönchsköpfe und weitere konnten dieses Jahr ebenfalls häufiger gesammelt werden. Einen Sonderfall bilden dabei die Nebelkappen, die erst nach fünf minütigem Abkochen und abgiessen des Kochwassers verzehrt werden dürfen. Wenn man dies vergisst, drohen Brechdurchfälle und Schlimmeres», erklärt Domenico Orlando, Pilzkontrolleur in Wald und der angeschlossenen Gemeinde Fischenthal.
Das gute Pilzvorkommen in der Region zeigen auch die bis Anfang November durchgeführten Kontrollen: in Wald 169 und in Rüti 272. Dadurch haben sich an einigen Wochenenden in beiden Kontrolllokalen längere Warteschlangen an Pilzlern gebildet und Überstunden waren angesagt, betonen beide Pilzexperten.
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