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Politik

«Kinderfreundlichkeit wird in Fehraltorf gelebt»

Zum dritten Mal möchte Fehraltorf das Label Kinderfreundliche Gemeinde Unicef zertifizieren lassen. Gemeinderätin Verena Hubmann (DGF) führt aus, wie sich die Gemeinde für das Wohl der Kinder und Jugendlichen einsetzt.

Fehraltorf erhielt im Jahr 2011 als erste Gemeinde des Kantons Zürich die Auszeichnung Kinderfreundliche Gemeinde Unicef. Alle vier Jahre kann die Gemeinde eine Rezertifizierung beantragen. Wie der Gemeinderat nun mitteilt, hat er einer solchen für die nächsten vier Jahre zugestimmt. Verena Hubmann (DGF), Gemeinderätin und Vorsteherin des Ressorts Gesellschaft, kennt die Einzelheiten.

Fehraltorf hat sich im Rahmen der Unicef-Auszeichnung Kinderfreundliche Gemeinde dazu verpflichtet, die Kinderfreundlichkeit konsequent weiterzuentwickeln. Wie ist das geschehen, beziehungsweise wie soll das in den nächsten Jahren passieren?
Verena Hubmann: Wir haben in den letzten acht Jahren verschiedene Projekte wie Sport Nights, Roundabout, mit der Kirche zusammen, und vieles mehr umgesetzt. Ping-Pong, ein Angebot für Kinder, die ein Jahr vor dem Kindergarten-Eintritt stehen, ist gerade jetzt gestartet. Auch Projekte, die Senioren und Jugendliche zusammenbringen, sind beliebt. Dazu zählt beispielsweise gemeinsames Schach spielen oder das Erklären von elektronischen Geräten. Es sind jedoch auch neue Ideen in Planung. Zum Beispiel ein mobiler Pumptrack, eine Tanztruppe für Jungs oder der Buchstart in der Bibliothek – ein Angebot für Ein- bis Fünfjährige, um erste Leseerfahrungen zu sammeln.

Um selber Ideen oder Anliegen einzubringen, können die Jugendlichen jederzeit die Sprechstunde mit dem Gemeindepräsidenten Anton Muff (DGF) in Anspruch nehmen. Wie rege wird dieses Angebot genutzt?
Leider kommt es nur ab und zu vor, dass die Jugendlichen in die Sprechstunde kommen. Der Gemeinderat war vor drei Wochen jedoch in der Schule, für ein Podium mit den 3. Sek-Schülern. Zuerst wurden Fragen im Plenum gestellt, danach ging es in sechs kleinen Gruppen mit je einem Gemeinderat weiter. Die Lehrer und Schüler waren davon so begeistert, dass dieser Besuch fortan jedes Jahr stattfinden soll und eine Jugendsession ins Leben gerufen wird. So werden vielleicht auch mehr Anliegen der Jugendlichen an die Politik gebracht. Es ist uns als Gemeinderat wichtig, die jungen Erwachsenen wenn immer möglich in die Projekte der Gemeinde miteinzubeziehen.

Trotzdem schreibt der Gemeinderat, dass eine weitere Rezertifizierung in vier Jahren nicht geplant ist. Warum nicht?
Ist die diesjährige Rezertifizierung abgelaufen, haben wir zwölf Jahre mit dem Unicef-Label Kinderfreundliche Gemeinde auf dem Rücken. Wir sind der Meinung, dass wir den Wert und den Grundgedanken von dieser Auszeichnung dann kennen. Kinderfreundlichkeit wird in Fehraltorf gelebt, auch ohne dieses Label. Wir sparen durch den Verzicht etwa 15'500 Franken ein. Dieses Geld  investieren wir lieber direkt in Projekte und Workshops, die Kinder und Jugendliche weiterbringen.  

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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