Sie sollen stets gefüllt sein, denn die Auswahl ist uns das höchste Gut. «In Kühlschränken gibt es oftmals drei verschiedene Butter, wobei sich die eine ganz hinten im Regal schon langsam grün färbt», sagt Sebastian Ukatz, ein 37-jähriger Koch. Er sprach am Freitag im Effretiker Stadthaussaal über das Thema Foodwaste, die Veranstaltung wurde organisiert vom lokalen Forum 21.
«D ie Ursache für Foodwaste liegt meist in der fehlenden Wahrnehmung. »
Sebastian Ukatz, Koch
Ukatz arbeitete in St. Moritz und im Zürcher «Baur au Lac», bis er sich im Jahr 2012 dem Problem Foodwaste hingab und sich für einen vernünftigeren Umgang mit Lebensmitteln entschied, weshalb er der «Hochglanzgastronomie» den Rücken kehrte. «Ich glaube, dass die Ursache für Foodwaste meist in der fehlenden Wahrnehmung, besonders im privaten Bereich liegt», sagt Ukatz.
So sei der wichtige Einkaufszettel von früher grösstenteils in Vergessenheit geraten. «Da wir aus Bequemlichkeit keinen Zettel mehr schreiben und die Einkaufsapps lästig sind, fragen wir uns dann vor dem Regal stehend: Habe ich noch eine Butter zuhause? Vorsichtshalber wird eine gekauft, obwohl im Kühlschrank wahrscheinlich noch zwei angefangene Stücke liegen.»
Auch nach dem Ablaufdatum geniessbar

