Zum Seniorennachmittag im Chiletreff Turbenthal fanden sich am Donnerstagnachmittag rund 50 Interessierte ein, Pfarrer Marc Schedler durfte zudem den Katholischen Amtsbruder César Mawanzi begrüssen. Der Rückblick auf die Reformationszeit war ausgesprochen spannend. Peter Niederhäuser setzte dort an, wo der junge Mönch Martin Luther 1517 in der deutschen Universitätsstadt Wittenberg seine Thesen an die Türe der Schlosskirche nagelte.
Eine Zeit der Konflikte
Der Referent wies darauf hin, dass er sie wirklich geschrieben hatte. Aber: «Es ist nicht belegt, dass er sie an diese Türe befestigte.» So oder so, ab da nahm die Reformation ihren Lauf. In der Folge kam es zu vielen blutigen Auseinandersetzungen, denn die wenig Gebildeten stellten sich den Obrigkeiten. Davon erzählt etwa ein Rundbild im Thüringer Panorama Museum.
Daneben befindet sich das Schlachtfeld mit der «Blutrinne», hier kamen mehrere 1000 Bauern zu Tode. Die Reformation wanderte weiter nach Zürich und die umliegenden Orte. Da und dort kam es zu Auseinandersetzungen. Zeitgleich fand eine Medienrevolution statt. Dank der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg wurden zahllose Flugblätter gedruckt und Anfangs der 1540er-Jahre die Lutherbibel bis zu 100‘000 Mal verkauft.
Ein Kaplan, der die Sau von Landenberg genannt wurde

