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Politik

Das muss sich in Fischenthal verändern

In welche Richtung soll sich die Gemeinde entwickeln? Wo drückt der Schuh? Rund 80 Fischenthaler haben am Samstag an einer Werkstatt teilgenommen und die Antworten geliefert.

Gruppenarbeiten sind in der Schule und in der Arbeitswelt gerade total en vogue. Gemeinsam sollen kreative Ideen entstehen, Energien gebündelt und Motivation geschürt werden. Nun versucht sich auch die Gemeinde Fischenthal an dieser Art der Zusammenarbeit mit dem Ziel, sich als Gemeinde weiter zu entwickeln. Dafür hat der Gemeinderat das Projekt «Werkstatt Fischenthal» ins Leben gerufen und die Einwohner eingeladen am Samstag ins Gasthaus Blume zu kommen. Rund 80 Personen sind der Einladung gefolgt. Auf sie warteten im Mehrzweckraum 15 Stellwände mit orangen, grünen und gelben Zettelchen. Jede Stellwand hat einen eigenen Themenschwerpunkt, beispielsweise «Tourismus» oder «Schule». An die Wände sollten die Fischenthaler danach farbige Zettel mit Wünschen, Kritik oder Lob kleben.

«Das ist der grösste Seich, den sie machen könnten»

Wie bei Gruppenarbeiten üblich, prallten bei dieser Übung verschiedene Meinungen aufeinander. So stand an der Stellwand zum Thema Verkehrssicherheit auf einem Zettel: «Zu schnelle Autos, Tempo 30 innerorts» als Wunsch und auf dem Zettel nebenan die Kritik: «60er-Zonen sind eine Schikane». Eine ältere Frau kann über die Tempolimiten nur lachen: «Früher fuhren wir hier mit 120 Stundenkilometern durchs Dorf und das hat niemanden gestört.»

Bei der Stellwand nebenan ärgert sich eine andere Frau am Wunsch, die Gemeindeversammlung jeweils auf Freitag zu verschieben. «Nein, auf keinem Fall. Das ist der grösste Seich, den sie überhaupt machen könnten.» Einigen FIschenthalern scheint es richtig unter den Fingern zu brennen. Sie schreiben gleich mehrere Zettel aufs Mal voll, andere krizeln eilig ein paar Stichworte auf ein Blatt und verschwinden nach dem Aufhängen sofort wieder in der Menge.

Trotz Instagram-Werbung fehlen die Jungen

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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