Bald gibts mehr Möglichkeiten fürs Gemeinschaftsgrab
Knapp über 30 Personen haben im Hittnauer Gemeinschaftgrab ihre letzte Ruhe gefunden. Doch wie bei vielen Gemeinschaftsgräbern sind die Namen der verstorbenen Personen nirgends aufgeführt. Dies soll sich nun ändern. Ab Januar wird es auf dem Friedhof die Möglichkeit geben, eine Beschriftung für die Verstorbenen anzubringen. «Die Nachfrage hat in den letzten Jahren zugenommen», sagt Rahel Tschann, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Gesellschaft.
«Aktuell gibt es für das Abstellen von Grabschmuck weder eine Regelung noch einen bestimmten Ort.»
Rahel Tschann
Das Gemeinschaftsgrab auf dem Hittnauer Friedhof wurde 1997 errichtet und 2012 neu gestaltet. Dazu gehörte die Errichtung einer schlichten Stele aus Stahl mit der Bezeichnung «Himmelsleiter». Eine im Boden eingelassene Basaltplatte weist zudem auf das Grab hin, das für Urnenbestattungen in einer Rasenfläche neben der Abdankungshalle angelegt ist.
Unsicherheiten bezüglich Grabschmuck
Die zukünftigen Beschriftungen sollen ebenfalls auf Basaltplatten eingelassen werden. «Dieser Stein ist robust, frostbeständig und optisch ansprechend», sagt Rahel Tschann. Die Beschriftung soll Vor- und Nachnamen sowie das Geburts- und Todesjahr der Verstorbenen umfassen. Auch bei Personen, die bereits im Grab beerdigt sind, soll eine entsprechende Beschriftung noch nachträglich möglich sein.
Neben der neuen Beschriftungsmöglichkeit will der Gemeinderat auch das Problem der Unsicherheiten bezüglich Grabschmuck angehen. «Aktuell gibt es für das Abstellen von Grabschmuck beim Gemeinschaftsgrab weder eine Regelung noch einen bestimmten Ort», sagt Tschann. «Dies führt immer wieder zu Diskussionen zwischen dem Friedhofsgärtner, Angehörigen und der Gemeinde.»
Passend zum künstlerischen Konzept
Im Gespräch mit dem Hittnauer Künstler Thomas Ehrler, der die «Himmelsleiter» gestaltet hatte, zeigte sich, dass lediglich die Stahlstele nicht verändert werden darf, wenn es um eine Lösung für die Ablage von Grabschmuck geht. Ehrler wurde in der Folge damit beauftragt, einen Entwurf zu erarbeiten, der zum bisherigen künstlerischen Konzept passt. Das Resultat sind zwei weitere Basaltplatten, die symmetrisch zur «Himmelsleiter» in den Rasen eingelassen werden.
Die für die Änderungen nötige Teilrevision der Verordnung über das Friedhof- und Bestattungswesen sowie der Gebührenverordnung liegt noch bis am 25. November öffentlich auf.
