Jährlich im September findet der «Marsch fürs Läbe» statt. Mit dieser Anti-Abtreibungs-Demonstration wollen die Veranstalter ein gemeinsames Zeichen fürs Leben setzen. Doch die Umzüge sind umstritten, Gegendemonstrationen gehören zur Tagesordnung. In der Vergangenheit wurden sie mehrfach von feministischen Gruppen und Linken gestört.
Gegen Abtreibung
Der Verein «Marsch fürs Läbe» wurde am 9. Mai 2011 in Zürich gegründet. Dahinter stehen Lebensschützer und Abtreibungsgegner, die jeden September die gleichnamige Kundgebung veranstalten. Die diesjährige Ausgabe fand unter dem Motto «Danke, dass ich leben darf!» statt und war als Einsatz für Kinder mit Down Syndrom gedacht.
Auch für diesen Herbst hatten die Abtreibungsgegner einen Marsch durch die Zürcher Innenstadt geplant. Der Stadtrat sprach sich dagegen aus und erlaubte lediglich eine lokalisierte Kundgebung. Die Veranstalter legten daraufhin Rekurs ein, den Mathis Kläntschi (Grüne), Statthalter des Bezirks Zürich, gut hiess. Er bewilligte den Demonstrationszug.
«Demokratiepolitisch fragwürdig»
Daraufhin entschied der Stadtrat, diesen Entscheid aufgrund weiterer Sicherheitsbedenken beim Verwaltungsgericht anzufechten. Das Verwaltungsgericht entschied gegen die Stadt und hiess die Beschwerde der Veranstalter gut. Der «Marsch fürs Läbe» konnte durchgeführt werden.

