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Politik

«Die Katze braucht den Menschen eigentlich nicht»

Dennis C. Turner erforschte jahrelang das Verhalten der Stubentiger, später auch von Hunden. Warum die Vierbeiner zuweilen ihr Revier in der Wohnung markieren oder aber die Einrichtung demolieren und zerkratzen – darüber könnte und kann der Experte stundenlang referieren.

Dennis C. Turner ist einer der weltbekanntesten Hunde- und Katzenexperten. Der 71-Jährige wanderte 1992 von den USA in die Schweiz aus. Zuvor studierte er in San Diego das Jagdverhalten von Vampirfledermäusen.  Als er eines Morgens am Frühstücktisch sass und sich überlegte, mit welchem Raubtier er sich als nächstes auseinander setzen könnte, sei seine Katze unter dem Tisch gesessen und habe lautstark miaut.

«In diesem Moment dachte ich mir, dass ich sicher alles über Katzen weiss. Das stimmte aber nicht ganz, denn: Ich wusste alles über meine Katze – aber nicht über die Art allgemein.»  Also begann Turner, sich mit der Katzen- und später auch mit der Hundeforschung auseinander zu setzen. In Vorträgen hält er seine Erkenntnisse fest und gibt diese an die Menschen weiter – so auch am kommenden Dienstag in Weisslingen.

Herr Turner, Sie sind Katzen- und Hundeforscher. Wissen Sie, woher das Sprichwort «Es war alles für Katz»  herkommt?
Dennis C. Turner:  Eine gute Frage (lacht). Ich gehe davon aus, dass das mit der Beziehung zusammenhängt, die der Mensch schon seit 4000 Jahren zur Katze hat. Es gibt viele abergläubische Dinge, die über Katzen gesagt wurden und sich bis heute im Volksmund gehalten haben. Mehr weiss ich aber nicht darüber.

Hand aufs Herz: Sind Sie privat eher ein Katzen- oder Hundemensch?
Aufgewachsen bin ich mit Hunden. Ich wollte immer Katzen, das erlaubten meine Eltern jedoch nicht. Meine Mutter hatte Angst vor ihnen und mein Vater hasste Katzen. Erst als ich dann mit meiner Frau zusammenzog, hatte ich Katzen in meinem eigenen Haushalt. Da wir vor ein paar Jahren aber umgezogen sind und jetzt direkt an der Seestrasse in Horgen wohnen, könnte ich es nicht mehr verantworten, eine Auslaufkatze zu halten. Ich bin also eine Mischform, wenn man das so sagen kann: Hund- und Katzenmensch.

Egal, ob Hunde, Katzen, Pferde oder Meerschweinchen: Was bringt ein Haustier dem Menschen?

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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