Politik

GLP empfiehlt weder Schlatter noch Noser

Weil weder Marionna Schlatter noch Ruedi Noser vollständig die Werte der Grünliberalen vertreten, spricht die Partei keine Wahlempfehlung aus.

GLP empfiehlt weder Schlatter noch Noser

Nach dem Rückzug der Grünliberalen Tiana Moser und des SVP-Nationalrats Roger Köppel stehen mit Ruedi Noser (FDP) und Marionna Schlatter (Grüne) im zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahl zwei Kandidierende zur Wahl. «Beide vertreten jeweils nur einzelne Aspekte einer grünliberalen Politik», schreiben die Zürcher Grünliberalen in einer Mitteilung.

Ruedi Noser (FDP) repräsentiere den Wirtschaftsstandort Zürich und stehe mit seinem Einsatz für eine aussenpolitische Öffnung den Grünliberalen näher als Marionna Schlatter. «Im Ständerat hat er das CO2-Gesetz vorangebracht und arbeitete insbesondere in klimapolitischen Anliegen mehrfach erfolgreich mit der GLP zusammen.» In anderen umweltpolitischen Fragen gebe es jedoch auch klare Differenzen.

Keine Wahlempfehlung

Die Hinwiler Kandidatin Marionna Schlatter (Grüne) setze sich klar für mehr Umweltschutz und Massnahmen gegen den Klimawandel ein, und ihre Wahl würde zu einer besseren Repräsentation der Frauen im Ständerat beitragen. Ausserhalb der Umwelt- und Gesellschaftspolitik offenbarten sich jedoch klare Differenzen zur GLP. Insbesondere ihr Widerstand gegen eine nachhaltige Aufstellung der Altersvorsorge und ihr Einsatz für eine Sozialpolitik mit der Giesskanne widerspreche klar den Vorstellungen der Grünliberalen.

«Deshalb hat sich der Vorstand nach einer transparenten Auslegeordnung und einer offenen Debatte entschieden, dass die Grünliberale Partei weder für Ruedi Noser noch für Marionna Schlatter eine Wahlempfehlung aussprechen kann», heisst es in der Mitteilung.

Die Grünliberalen würden sowohl bei einer Wahl von Marionna Schlatter wie auch von Ruedi Noser konstruktiv mit der gewählten Ständerätin oder dem gewählten Ständerat zusammenarbeiten.

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