«Herzlich willkommen im Gehörlosendorf. In den nächsten zwei bis drei Stunden haben Sie die Möglichkeit, teilzuhaben an der speziellen Atmosphäre und am grossen Engagement unserer Bewohnenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.» Man spürte die Begeisterung sofort, als Annette Kahlen am Mittwoch mit diesen Worten die rund 30 Anwesenden begrüsste.
Bereits beim ersten Halt im Atelier zeigte sich, dass Kreativität und Vielfalt in der Arbeit keine Grenzen kennen. Hier entstehen praktische Alltagsgegenstände und kleine Kunstwerke aus verschiedenen Materialien wie Ton, Filz, Papier, Stoff, Metall oder Holz. Ein kurzer Abstecher ins Haupthaus vorbei an den Volieren, Ziegenställen und Restaurant verdeutlichten die Vielseitigkeit des Gehörlosendorfs.
Vielseitige Verarbeitung
In der Werkstatt fällt gleich der Geruch von Metall auf. Im Bereich der Mechanik wird gröberes Material bearbeitet. Konzentriert produziert das Fachpersonal für zahlreiche Branchen verschiedene Metallteile nach Vorgaben. Eindruck machen die CNC gesteuerten Dreh- und Fräscenter. Daneben stehen aber auch die bewährten Drehbänke und Bohrmaschinen.
Weiter ging es in die Schreinerei, wo zum Teil ähnliche Maschinen zum Einsatz kommen, das Material aber bei Weitem weicher zu bearbeiten ist. Aber auch in diesem Bereich fliegen die Späne. Denn die kompromisslose Qualität und termingerechte Lieferung haben wie in allen anderen Bereichen Priorität. Doch vieles verliert ihren Wert, wenn in der Montage die Artikel nicht mit grosser Sorgfalt behandelt werden.

