Eine Schulklasse streift vergnügt durch den Wald. Vogelkunde ist angesagt. Doch so eine Entdeckungstour macht mächtig hungrig. Schon sind Schokoriegel, Brötchen, Orangen und Getränke ausgepackt. Was übrig bleibt, landet achtlos auf dem Boden oder im Gebüsch. Darüber ärgert sich vor allem Zapfolino. Das kleine Waldmännchen hat die Aufgabe, das Waldland zu pflegen und sauber zu halten. «Verzapft und zugezwipfelt!», schimpft er. «Ich mag diese Rotznasen nicht!»
«Zapfolino ist einer, der alles Negative sieht. In den Menschen und in den Kindern», erklärt Gaby Brun, Schöpferin des Waldmännchens. «Er ist sehr wütend, weil er immer die weggeworfenen Sachen aufräumen muss, wenn sie den Wald besuchen.»
Kinder von klein auf sensibilisieren
Littering beschäftigt nicht nur Zapfolino, sondern auch Gaby Brun. Bereits vor 15 Jahren fiel der Tagelswangerin auf, wie viel Müll in der Natur landet. Auf den täglichen Spaziergängen mit dem Familienhund Boy stiess sie regelmässig auf herumliegende Getränkedosen, Verpackungen und Zigarettenkippen.
Als Boy sich schliesslich an Glasscherben die Pfoten blutig schnitt, hatte Gaby Brun genug. «Das kann es nicht sein!», sagte sie sich. Sie wollte etwas kreieren, das einerseits Littering thematisiert, und andererseits aufzeigt, wie wichtig und wertvoll die Natur ist. Die Zielgruppe: Kinder ab dem Kindergartenalter. Denn: «Ich finde, man sollte die Kinder von klein auf sensibilisieren.»

