Die Visualisierungen des Wetziker Friedhofs wirken wie aus einer Traumsequenz. Ein Mann sitzt bedächtig im mit Birken bepflanzten Atrium. Durch die Fenster sieht man in die schlichte, modern eingerichtete Abdankungshalle. Eine Frau mit Blumenkorb geht durch ein Tor einer Baumallee entgegen. Im Hintergrund schiesst ein Wasserspiel in die Höhe. Der Horizont verliert sich in mattem Grün, alles scheint lichtumflutet.
In wenigen Jahren sollen diese Traumbilder Realität werden. Der Wetziker Stadtrat will den in den 1930er-Jahren erstellten Friedhof sanieren, da er nicht mehr den energietechnischen Anforderungen entspreche. Bis auf die 1965 erbaute Leichenhalle und dem Ökonomiegebäude blieb der Friedhof seit dem Bau praktisch unverändert.
Massgeschneiderte Lösung
Um das «bestmögliche» Bauprojekt zu erhalten, führte der Stadtrat in den vergangenen Monaten einen Architekturwettbewerb durch. Nun hat eine Jury das Projekt eines Ostschweizer Architekturbüros zum Sieger gekürt. Die Projektstudie überzeugte durch die ausgewogene gestalterische Qualität und eine hohe Wirtschaftlichkeit mit moderaten Kosten, schreibt der Stadtrat im entsprechenden Beschluss. Die Neukonzeption sei raffiniert und stimmig.

