Am 9. Oktober gedachte eine grosse Gemeinde in der reformierten Kirche Wetzikon ihres ehemaligen Pfarrers und späteren Gemeindegliedes Peter Simmler-Specht, geboren am 18. Mai 1924 und nach langem Leiden verstorben am 29. September 2019. Die Kirchenpflege berief ihn 1956 zum vierten Pfarrer nach Wetzikon-Seegräben. Der reiche Erfahrungsschatz als Vikar im kriegsverwüsteten Pforzheim und die Jahre als Gemeindepfarrer in Henggart befähigten ihn und seine Gattin Rosmarie zur Führung des Pfarramtes mit den damals üblichen Verpflichtungen in Schule, Kantonsschule und Spital.
In der Begleitung der Trauerfamilie fanden sich ehemalige Gemeindeglieder, Konfirmanden, Traupaare, Teilnehmende an biblischer Erwachsenbildung und seiner Männergruppe. Mehrfach gewürdigt wurde sein Engagement als Vorsitzender der Spitalkommission Wetzikon, später des kantonalen Spitalverbandes sowie der Höhenkliniken Wald und Clavadel. 1970 wählte ihn die Schweizerische Epilepsieklinik (EPI) zum ihrem allgemeinen Direktor.
Dieser Aufgabe in der wachsenden Institution blieb er bis zu seiner Pensionierung 1989 treu. Er war der direkte Nachkomme von Peter Sim(m)ler, Prior im Kloster Kappel am Albis zur Zeit der Reformation. Die Familiengeschichte, die er als Träger dessen Namens, im Ruhestand verfassen wollte, blieb der nachlassenden Sehkraft wegen leider unvollendet. Mit grosser Geduld und im Bewusstsein der Geborgenheit in Gott, begleitet und betreut von Gattin Rosmarie, ersehnte er den Tag seiner Erlösung. Im Altersheim Wildbach verstarb er am letzten Sonntag im September, wenige Monate vor ihrem 70. Hochzeitstag. (Heinrich Rusterholz, Pfarrer im Ruhestand)

