Das aktuelle Stück der Theatergruppe Kindhausen trägt den verheissungsvollen Namen «D’Albtraumvilla». Die Komödie ist anspruchsvoll zu spielen. Das Timing jeden Auftritts muss stimmen. Die vielen Türen der imposanten Theaterkulisse schwingen ständig auf und zu, während die Amateurschauspieler ihre Pointen punktgenau mit den Türen hinschmettern.
Vergangenes Wochenende probte die Gruppe im Parkhotel Wallberg. Für die diesjährige Produktion wurde die Wallberg Bühne in eine flotte Villa umgestaltet. Das Stück «D’Albtraumvilla» handelt von einem leerstehenden Landhaus, das schon länger zum Verkauf steht. Nur findet sich trotz Bemühungen des Besitzers, Otto Müller (gespielt von Thommy Stählin) kein Käufer. Die Räume sollen auf seinen Wunsch hin «subito, presto mit einem glücklichen Ehepaar bewohnt werden». Die Familienidylle soll das Haus für potentielle Käufer attraktiv machen.
Ein wackeliges Fundament
Dem schwerreichen Kaufinteressenten, Marcel de Manière (gespielt von Erhard Lang), wird das Glück des fiktiven Ehepaares vorgegaukelt. Der Verkaufsleiter der Immobilienfirma (Urs Martin) und eine dafür engagierte Schauspielerin (Renée Grosvernier), geben ein ungleiches Paar ab und improvisieren fortan ihre Familiengeschichte.
Dabei verstricken sich die Ereignisse. Kontrahenten tauchen auf und machen das idyllische Leben zum Albtraum. Es wird geschwindelt, getäuscht und gestritten. Das Kartenhaus droht zusammenzubrechen. In rasantem Sprechtempo fliegen, zeitgleich mit den Einrichtungsgegenständen auf der Bühne, dem Zuschauer die Pointen um die Ohren. Das Schauspiel lebt von Irrungen und Wirrungen, humorvollen Sprüchen und einer Prise Tiefsinn.

