Noch sind die grossen Wagenräder auf den hohen Stangen leer. Sicher bis zum Frühjahr, wenn die Störche wieder zurück aus dem Süden sind und ihre Nester am gewohnten Ort bauen werden. Und dann kann man die schwarzweissen Flieger mit den roten Schnäbeln wieder beim Nisten und Brüten durch Ferngläser verfolgen, die am Wegrand im Zoo fest installiert und genau auf das künftige Nest gerichtet sind.
« Ein Besuch im Zoo von heute hat nichts mehr mit dem Besuch des Zoos meiner Kindheit zu tun. »
Spaziert man dann weiter, muss man aufpassen, dass man nicht gerade einem schmucken Huhn oder einer watschelnden Ente in die Quere kommt. Ein Besuch im Zoo von heute hat nichts mehr mit dem Besuch des Zoos meiner Kindheit zu tun.
Ich erinnere mich an Häuser mit engen Gittern, in denen beispielsweise der schwarze Panther hin und her tigerte und die Elefanten angekettet von einem Fuss auf den anderen standen – G ewichtsverlagerung nach links, nach rechts, immer wieder, immer wieder, immer wieder. Oder an das damals berühmte Gorillababy Goma, das sich ängstlich an seine Mutter klammerte.
«S tatt in Käfigen und Ställen leben die Tiere heute in Landschaften. »

