Er wolle mit seinem Youtube-Kanal das Bild des «mörderischen Kolumbiens» korrigieren, sagt Frank Spitzer. Und tatsächlich wirkt der 41-jährige Greifenseer vor der Kamera bisweilen so, als wolle er allfällige Bedenken der Zuschauer mit viel Fröhlichkeit zerstreuen. «Welcoooome to Colommbiaaaa!» sagt Spitzer zu Beginn eines Videoclips mit der Stimme eines gut gelaunten Box-Promoters. Es folgt ein Zusammenschnitt mit Aufnahmen atemberaubender Natur, Traumstränden und schmucker Kolonialstädte. Einmal sieht man lachende Kinder im Meer.
Als Frank Spitzer selbst ein Kind war, tummelte er sich eher in Wäldern als in Gewässern. Er wuchs in der Siedlung Pfisterhölzli in Greifensee auf, gehörte der Pfadi an. Noch heute hat er Freunde in der Region. Sehen tut er diese allerdings nur selten.
«In der Schweiz war es mir zu langweilig.»
Frank Spitzer
2015 wanderte Spitzer nach Kolumbien aus. Es war für ihn der Bruch mit seiner angestammten Laufbahn in der Finanzbranche, die nach der Finanzkrise 2008 ins Straucheln geraten war. Der Betriebsökonom wollte Veränderung. «In der Schweiz war es mir zu langweilig», sagt er.

