Die Gaststube des Restaurants Rössli ist bis auf den letzten Platz besetzt. Zusätzlich zu den Stühlen aus Holz wurde Gartenmobiliar dazugestellt, um allen Platz zu bieten. Der Geräuschpegel ist hoch und Gastgeberin Karima Jan schreitet so zügig zwischen den Tischen hindurch, dass die Tischsets flattern. Auch wenn die ganze Szenerie etwas unruhig wirkt, ist das Ambiente doch authentisch. Man fühlt sich inmitten einer afghanischen Grossfamilie, vom betagten Senior bis zum Baby sind an den Tischen alle Generationen vertreten. Dazu kommt der würzige Duft, den Karima Jan jedes Mal mit sich bringt, wenn sie aus der Küche saust.
Volles Haus schon zu Beginn
Es war schon bei der Eröffnung des Restaurants im Januar der Traum von ihr und ihrem Mann Habib Jan, neben Pizza und Pasta auch regelmässig Afghanisches Essen anzubieten. Ende Februar war es dann soweit. «Bereits beim ersten Afghanischen Abend war das Restaurant voll», sagt Karima Jan, die regelmässig im Café International als Helferin dabei ist.
Das Dreigang-Menü ist jeweils fix und kostet maximal 45 Franken. Was einem genau erwartet, erfährt man jedoch erst, wenn man am Tisch sitzt – oder bereits bei der Reservation genauer nachfragt. An diesem Abend stehen «Aasch Kaschida», «Sabzi Pelau» und «Mahitscha Pelau» auf dem Programm. Hinter dem ersten Begriff versteckt sich die Vorspeise: eine würzige, dickflüssige Suppe mit Koriander, Spinat, Lauch, Zwiebeln, Linsen, Erbsen, Jogurt und Pfefferminz.

