Bei einem Aufwand von 47,3 Millionen Franken und einem Ertrag von 46,3 Millionen Franken verzeichnet die Gemeinde Fehraltorf im Budget 2020 ein Defizit von rund einer Million Franken. Trotzdem sei der Finanzhaushalt nach wie vor gesund, wie der Gemeinderat mitteilt. Für das Jahr 2020 kann jedoch kein Ressourcenzuschuss des Kantons budgetiert werden. Dies, weil Fehraltorf im Steuerjahr 2018 die dafür massgebliche Grenze von 95 Prozent der Steuerkraft pro Einwohner des Kantonsmittels pro Einwohner überschritten hat.
Trotzdem geht der Gemeinderat von einem gleichbleibenden Steuerfuss von 107 Prozent aus. Eine der grössten Herausforderungen blieben aber die steigenden Gesundheits- und Sozialkosten. Das seien Ausgaben, die nicht oder nur wenig beeinflussbar seien und die Erfolgsrechnung erheblich belasten würden, so der Gemeinderat.
Jedes Jahr eine zusätzliche Klasse
Auch die Aufwendungen im Schulbereich steigen jährlich. Als Folge des Schülerwachstums müsse jedes Jahr mit einer zusätzlichen Klasse gerechnet werden.
In der Finanzplanung bis zum Jahr 2023 wird von einem Investitionsvolumen von rund 35,9 Millionen Franken ausgegangen. Hauptprojekt ist der Neubau der Mehrzweck-Doppelturnhalle Heiget mit Lehrschwimmbecken. Deren Kosten belaufen sich auf knapp 20 Millionen Franken. Ebenfalls kostspielig sind die neue Asylunterkunft und diverse Sanierungen von Gemeindestrassen - darunter die Kempttalstrasse, die Fehraltorfs Hauptverkehrsachse darstellt.

