Das Wichtigste in Kürze
- Die Kiesgrube in Ermenswil soll auch zur Deponie werden
- Es gibt viel Kritik am Projekt, so auch von der Gemeinde Rüti
- Ein betroffener Landeigentümer macht den Planern nun einen Strich durch die Rechnung
Ein Landbesitzer in Ermenswil stört sich am Vorgehen der JMS-Tochter Schmucki Kies & Tiefbau AG in Ermenswil. Diese betreibt dort seit Jahren Kiesabbau. Nun möchte sie diesen intensivieren und eine Deponie für unbelasteten Aushub sowie leicht belastete Bauabfälle errichten und betreiben (wir berichteten).
Der Landbesitzer hat grundsätzlich nichts gegen die geplante Deponie. Wie das Unternehmen dabei vorgeht, stösst ihm jedoch auf: Etwa, dass er vorab nicht über die Abbau- und Deponiepläne informiert wurde. Erst drei Tage, bevor die Firma einen «Tag der offenen Kiesgrube» durchführte, schrieb JMS-CEO Martin Jud in einer E-Mail: «Ich habe noch vergessen zu sagen, dass wir Land von Dir brauchen.» Aber auch, dass Anfang Jahr auf seinem Land ohne sein Wissen eine Nagelfluhbank abgetragen wurde, kritisiert er (siehe Box).
«Das Gebaren ist schlicht eine Frechheit»
Ivo Kuster (SP), Deponie-Gegner

