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Politik

«Wenn die Schweiz diesen Vertrag unterschreibt, löst sie sich auf»

SVP-Ständeratskandidat Roger Köppel lehnt das Rahmenabkommen mit der EU ab. Er hält nichts von CO2-Abgaben und stellt sich als Alternative für Zürich dar.

Die SVP tut sich schwer bei Zürcher Ständeratswahlen: Christoph Blocher und Ueli Maurer scheiterten als Kandidaten. Was haben Sie, was Ihre Vorgänger nicht hatten?
Roger Köppel: Die Frage stelle ich mir gar nicht. Ich kandidiere, weil wir im Kanton Zürich ein Problem im Ständerat haben. Ruedi Noser und Daniel Jositsch stehen beide fürs Gleiche und aus meiner Sicht zweimal fürs Gleiche vom Falschen. Sie wollen, dass die Schweiz den EU-Unterwerfungsvertrag unterschreibt. Damit würde die EU in der Schweiz, im Kanton Zürich die Gesetze bestimmen. Wir könnten uns nicht wehren. Beide wollen mehr Zuwanderung, und beide sind für eine absolutistische Klima-Abgabenpolitik, die den Mittelstand ruinieren würde. Das will ich nicht, das wollen viele Zürcherinnen und Zürcher nicht. Für die will ich antreten.

Um im Ständerat etwas bewirken zu können, müssten Sie zuerst einmal gewählt werden. Glauben die, dass die SVP-Kampagne, die politisch Andersdenkende als Ungeziefer darstellt, ihnen hilft, jenseits der SVP-Basis Stimmen zu holen?
Es kommt darauf an, das Richtige zu tun. Das Plakat, da haben Sie Recht, ist sehr provokativ, aber ich finde es gut. Es zeigt die Sache: Die Schweiz wird ausgehöhlt, durch die EU, durch die Massenzuwanderung, durch immer mehr Abgaben und Steuern. Gruusiges muss gruusig dargestellt werden, sonst ist es nicht authentisch.

«Dieser Vertrag ist zerstörerisch für die Schweiz. erst unseren Rentnern geben.»

Reden wir zunächst einmal über Klimapolitik. Was ist dabei aus Ihrer Sicht vordringlich?
Ich bin für jeden Vorschlag, der eine vernünftige Massnahme präsentiert. Aber was jetzt im Gang ist, nämlich dass wir bis 2050 netto null CO2-Ausstoss in der Schweiz erreichen sollen, hätte aufs Klima der Welt keinen Einfluss. Die Schweiz trägt ja nur etwa einen Tausendstel zum weltweiten CO2-Ausstoss bei. Das Netto-Null-Ziel bis 2050 wäre aber für die Schweiz zerstörerisch: Es hätte gigantische Kosten zur Folge, teurere Heizungen, teurere Mobilität, die ganzen Lebenshaltungskosten würden steigen. Wir würden die Schweiz verschrotten für etwas, das nichts bringt.

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