Es ist viel los im Bundeshaus am Ende der Session. Parlamentarier sind auf den Weg zur Nachmittagssitzung, die CVP macht ein Gruppenbild. Tiana Moser führt zum Ausgang, als ihr SP-Nationalrat Matthias Aebischer entgegenkommt. Er zieht einen leeren Kinderwagen hinter sich her. Ob er gerade die gemeinsame Tochter zur Betreuung abgegeben habe, fragt Moser ihren Partner. Ja, den Wagen nehme er nun in den Saal.
Politik, Familie, Wahlkampf – das bedeute viele Unregelmässigkeiten und brauche die Bereitschaft zum Mittragen von Umfeld und Familie, sagt die Ständeratskandatin der GLP.
Frau Moser, Sie haben vier Kinder und werden oft nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefragt. Die fünf Kinder von Ruedi Noser sind kaum je Thema. Stört Sie das?
Tiana Moser: Ich wehre mich nicht gegen solche Fragen, weise aber freundlich darauf hin, man möge sie doch auch den anderen Kandidaten stellen. Eigentlich beantworte ich die Fragen gerne, denn ich bin eine engagierte Mutter und weiss, was Vereinbarkeit bedeutet. Auch deshalb repräsentiere ich einen grossen Teil der Bevölkerung – meine Generation, die sich dieser Herausforderung annimmt.
Was sollte die Politik beitragen?

