Politik

«Region Ost» fordert Einhaltung der Nachtruhe

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat vom Flughafen Zürich einen Bericht zur Vorverlegung der Starts verlangt. Die Behördenorganisation Region Ost kritisiert, dass darin keine Alternativen aufgezeigt werden, um das Verspätungsproblem zu lösen.

«Region Ost» fordert Einhaltung der Nachtruhe

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat vom Flughafen Zürich einen Bericht zur Vorverlegung der Starts zwischen 22.30 und 22.45 Uhr verlangt. Dieser wurde zusammen mit Ergänzungen zum Betriebsreglement 2017 veröffentlicht.

Das Fazit des Berichts sei wenig überraschend, schreibt die Behördenorganisation Region Ost in einer Mitteilung. Im Bericht steht, dass eine Vorverlegung die Wirtschaftlichkeit und Hubfunktion des Flughafens Zürich empfindlich schwächen würde. Als besonders störend empfindet «Region Ost», dass im Bericht keine Alternativen aufgezeigt werden, um das Verspätungsproblem zu lösen.

Weniger Starts nach 23 Uhr

Die Behördenorganisation wolle einen leistungsstarken Flughafen, schreibt sie. Sie verlangt vom Flughafen Zürich deshalb auch keine generelle Vorverschiebung der Starts. Doch will «Region Ost», dass ab 23 Uhr weniger verspätete Flugzeuge starten und die siebenstündige Nachtruhe eingehalten wird.

«Region Ost» erwartet vom Flughafen unter anderem, freiwillig darauf zu verzichten, zusätzliche Slots ab 21 Uhr einzuplanen. So lange bis das Verspätungsproblem gelöst ist. Vom Bazl fordert die Behördenorganisation, seinen Auftrag ernst zu nehmen und über die Nachtruhe zu wachen. Wenn es das tut, dürfte das Bazl keine zusätzlichen Slots am Morgen ab 5.45 Uhr bewilligen, wie es dies beim Sommerflugplan 2019 tat.

Verzicht auf Einsprache

Mit dem Betriebsreglement 2017 ergeben sich deutliche Mehrbelastungen gegenüber dem vom Bundesgericht genehmigten Lärm, schreibt «Region Ost» weiter. Weil ihre Mitgliedergemeinden durch die neuen Flugrouten des Betriebsreglements 2017 insgesamt aber eher entlastet als mehrbelastet werden, verzichtet «Region Ost» auf eine Einsprache.

Der Behördenorganisation sind 122 Gemeinden im Osten des Flughafens angeschlossen, darunter die Gemeinden Zell, Schlatt, Turbenthal, Wila, Wildberg, Lindau, Weisslingen und die Stadt Illnau-Effretikon. Die Frist für Einsprachen läuft bis am Dienstag, 8. Oktober 2019.

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