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Politik

Neuer Leiter auf Herz und Nieren geprüft

Wenn Weisslingen einen neuen Jugendarbeiter sucht, haben die Jugendlichen ein Wörtchen mitzureden. Beim Vorstellungsgespräch musste sich Mirco Biscioni ihren kritischen Fragen stellen.

Mit Schwung setzt sich Mirco Biscioni in einen der alten Kunstledersessel, die im Weisslinger Jugendtreff zum Verweilen einladen. Er ist ganz in schwarz gekleidet, von den verwaschenen Jeans über die Kapuzenjacke bis hin zum Skater-Käppi und den Ohr-Plugs.  Starker Kontrast dazu bilden seine tätowierten Unterarme und die blauen Augen. Angesprochen auf seine Anfangszeit als Jugendarbeiter setzt er ein verschmitztes Lächeln auf und meint: «Ich habe einen mega guten ersten Eindruck!»

Zur Person
Mirco Biscioni ist 32 Jahre alt und kommt aus Winterthur. Der ausgebildete Sozialpädagoge hat an der Fachhochschule St. Gallen studiert und in Dietikon erste Erfahrungen in der Jugendarbeit gesammelt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit Musik und Lesen, er schätzt Spaziergänge in der Natur und liebt Skaten und Boarden. Seit Anfang dieses Jahres moderiert er ausserdem jeden zweiten Montag die Mittagssendung «High Noon» beim Radio Stadtfilter.

Obwohl erst ein paar Wochen im Amt, fühlt sich der 32-Jährige im Jugendtreff schon wie zu Hause. Das verdankt er nicht zuletzt den Heranwachsenden von Weisslingen. «Sie haben mich super in Empfang genommen», sagt Mirco Biscioni. «Seit meinem ersten Tag schauen sie neugierig vorbei, fragten mich aus und waren überhaupt nicht verhalten.»

Aus der gegenseitigen Neugier hat sich seither schon ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Biscioni ist für die Jugendlichen Ansprechperson geworden. Einige schauen regelmässig mittags oder nach Feierabend vorbei, um mit ihm zu reden. Und der Sozialpädagoge hört ihnen jederzeit zu – auch wenn der Treff eigentlich geschlossen ist. «Meine Tür steht für die Jugendlichen immer offen», betont er.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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